Anliegen des Kreisseniorenrats Tübingen zur Landtagswahl 2011

Am 27. März 2011 wird  in Baden-Württemberg der Landtag  neu gewählt.

Wegen der engen Verzahnung von Seniorenarbeit und Landespolitik bringt der Kreisseniorenrat  seine  Anliegen  -  soweit  sie  einen  Bezug  zur  Landespolitik haben – in die Landtagswahl 2011 ein. Diese Anliegen wurden vom Vorstand des Kreisseniorenrats am 13. Dezember 2010 beschlossen.

Für den Kreisseniorenrat Tübingen liegen im Kreis Tübingen in  der kommenden Landtags-Wahlperiode (2011 – 2016)  maßgebliche  Handlungsaufgaben der Seniorenarbeit mit einem Bezug zur Landespolitik in den Handlungsfeldern

  • Wohnen im höheren Lebensalter
  • Pflege, medizinische und geriatrische Versorgung
  • Wirtschaft 60+
  • Bürgerschaftliches Engagement

Aus der Sicht des Kreisseniorenrats sind in diesen Handlungsfeldern insbesondere folgende Handlungsaufgaben umzusetzen:

Wohnen im höheren Lebensalter

  • Unterstützung des Anliegens älterer Menschen, möglichst lange
  • selbständig in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können; dazu gehören insbesondere die
    - Beachtung des Grundsatzes der barrierefreien Gestaltung des Wohnraums und seiner Umgebung
    -  Erhöhung des Zuschusses der Pflegeversicherung zum barrierefreien Umbau des Wohnraums von zur Zeit 2 557 €
    -  Erhaltung und Förderung der örtlichen Infrastruktur-  Suche nach innovativen Mobilitätskonzepten
    -  Förderung von Seniorennetzwerken zur gegenseitigen Hilfe
       
  • Unterstützung neuerer Formen des Wohnens im höheren Lebensalter wie z B.
  • -  Betreutes Wohnen daheim
    -  Gemeinschaftliches, selbstorganisiertes Wohnen – auch für Seniorinnen und Senioren mit geringerem  Einkommen
  • Förderung von Forschung, Entwicklung und Anwendung auf dem Gebiet technischer Assistenz-Systeme (AAL) für ein autonomes und sicheres Leben daheim;
  • dabei Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen insbesondere im Rahmen der HELP* Initiative
    *HELP = Helping the Elderly to enjoy Long comPlete lives

Pflege, medizinische und geriatrische Versorgung

  • Überarbeitung des  Landes-Geriatriekonzepts 2001
  • Sicherung der Hausärzteversorgung im ländlichen Raum, Vermeidung einer ärztlichen Unterversorgung
  • Unterstützung der Bemühungen um die Gewinnung von Pflegepersonal, Aufwertung dieses Berufstandes, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf    

Wirtschaft 60+

  • Ausschöpfung der Möglichkeiten des Wirtschaftsfaktors „Alter“ und seines
  • Marktpotenzials durch  Förderung von Initiativen zur Entwicklung und zur Produktion  nutzerfreundlicher  attraktiver Produkte und Dienstleistungen
  • Stärkung von Verbraucherrechten  und  des  Verbraucherschutzes älterer Menschen
  • Nutzung der Potentiale älterer Arbeitnehmer

Bürgerschaftliches Engagement

  • Unterstützung und Förderung des freiwilligen bürgerschaftlichen
  • Engagements von Seniorinnen und Senioren
  • Flexible Ausgestaltung der neuen Freiwilligendienste
  • Vorbereitung auf die nachberufliche Lebensphase

Zusammenarbeit mit politischen und administrativen Institutionen

Da die genannten Handlungsaufgaben einen Bezug zur Landespolitik haben, ist zu ihrer Umsetzung eine Vernetzung mit den politischen und administrativen Institutionen des Landes hilfreich. Der Kreisseniorenrat ist daher sehr an einem guten Kontakt zu den politischen Vertretern des Kreises Tübingen im Landtag von Baden-Württemberg interessiert. Zu seinen Anliegen gehört deshalb auch die

  • Fortsetzung des Dialogs mit den Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Tübingen

Zur Frage einer engen politischen und administrativen Vernetzung weist der Kreisseniorenrat auch auf die „Gemeinsamen Empfehlungen der kommunalen Landesverbände und des Landesseniorenrats zur Arbeit  von Kreis-, Stadt- und Ortsseniorenräten in Baden-Württemberg“ aus dem Jahr 2003 hin.

 
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