Position des Kreisseniorenrats zur Kreistagswahl 2009
- Vorstandsbeschluss vom 27. April 2009 -
Der Kreisseniorenrat hat seine Anliegen zur Kreistagswahl 2009 in einem Wahl - Eckpunktepapier zusammengestellt.
Das Wahl-Eckpunktepapier wurde in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der einzelnen Kreistags-Wahllisten der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Eckpunkte
- Umsetzung der Handlungsempfehlungen des Kreisseniorenplans 2009; stetige Anpassung der Zielsetzungen an neue Erkenntnisse und neue Anforderungen.
- Unterstützung des Anliegens älterer Menschen, möglichst lange selbständig in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können.
Dazu gehören u.a. die
– Erhaltung und Förderung der örtlichen Infrastruktur,
– Förderung von Seniorennetzwerken zur gegenseitigen Hilfe,
– Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet technischer Assistenz-Konzepte
für das autonome Wohnen in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen insbesondere
im Rahmen der HELP*-Initiative. *HELP = Helping the Elderly to enjoy Long comPlete lives
- Ermittlung und ggf. Schließung von möglichen Lücken im Netz der Seniorenberatung; Zügige Umsetzung eines wohnortnahen Pflegestützpunkt-Konzepts unter Einbeziehung der fünf IAV-Stellen des Landkreises.
- Förderung neuer Formen des Wohnens im Alter wie z. B. Betreutes Wohnen, Betreutes Wohnen daheim, Gemeinschaftliches, selbstorganisiertes Wohnen – auch für Seniorinnen und Senioren mit geringerem Einkommen; Beachtung des Grundsatzes der barrierefreien Gestaltung des Wohnraums und seiner Umgebung.
- Förderung und Unterstützung von Gruppen und Initiativen, die gegen Isolation und Vereinsamung im Alter wirken; Dies gilt insbesondere für die örtlichen Seniorenclubs und Seniorenkreise mit ihrer Begegnungs- und Integrationsfunktion.
- Unterstützung und Förderung des freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements von Seniorinnen und Senioren. Ausschöpfung der Möglichkeiten des Wirtschaftsfaktors „Alter“ und seines Marktpotenzials; Förderung von Initiativen zur Entwicklung nutzerfreundlicher attraktiver Produkte und Dienstleistungen sowie Stärkung der Verbraucherrechte älterer Menschen.
- Einbindung aller im Kreis Tübingen tätigen Organisationen und Institutionen, die zwar nicht zu den herkömmlichen Fachstellen der Seniorenarbeit gehören, die sich aber trotzdem im Rahmen ihrer Kernaufgaben auch um ältere Menschen bemühen, in das System der Seniorenarbeit; Gewinnung von Migrantenvereinigungen zur Mitarbeit in der Seniorenarbeit.
- Sicherung der Rahmenbedingungen für den Aufbau bzw. die Arbeit örtlicher und regionaler Seniorenvertretungen; Mitwirkung der Seniorenvertretungen bei kommunalpolitischen Entscheidungen.
- Fortsetzung der engen Zusammenarbeit des Kreisseniorenrats mit dem Landkreis.





